Ein Bürocontainer ist eine schnell aufgestellte, transportable Lösung für Baustellen, Lagerplätze und temporäre Arbeitsplätze. Doch damit aus einem Container ein Büro wird, in dem man wirklich arbeiten kann, braucht es mehr als ein ausgeschnittenes Fenster und einen neuen Anstrich. Im Folgenden gehen wir die Schritte anhand der Arbeiten an einem realen Baustellenbüro durch, das wir in der modifiTAINER-Werkstatt fertiggestellt haben.
1. Bedarf und Raumaufteilung
Die erste Frage lautet: „Wie viele Personen, wie lange und wo?“ Soll das Büro dauerhaft stehen oder von Baustelle zu Baustelle umziehen? Woher kommen Strom- und Wasseranschluss? Ist der Untergrund eben und tragfähig? Diese Antworten bestimmen die Containerlänge (20 Fuß / 40 Fuß), die Deckenhöhe (Standard / High Cube) und den Innenausbau.
2. Auswahl des Containers
Für ein Büro wählt man in der Regel einen Container ohne strukturelle Schäden, der mindestens als wind- und wasserdicht eingestuft ist (Wind & Watertight, WWT). Chemische Rückstände und Gerüche im Boden sollten für einen Arbeitsraum zusätzlich geprüft werden (siehe die Checkliste für den Containerkauf).
3. Ausschnitte und Stahlrahmen
Die gewellten Wände des Containers sind Teil seiner tragenden Struktur. Jede Öffnung, die für ein Fenster oder eine Tür ausgeschnitten wird, schwächt die Struktur. Deshalb werden die Ränder der Öffnungen mit einem Stahlrahmen wieder verstärkt. Beim Baustellenbüro wurden die Fenster- und Türöffnungen auf diese Weise eingefasst.

4. Dämmung
Eine Stahlbox heizt sich im Sommer auf und kühlt im Winter aus. Das eigentliche Problem ist jedoch die Kondensation: Der Temperaturunterschied zwischen innen und außen lässt auf der Stahloberfläche Wassertropfen entstehen. Die Dämmung entscheidet über den Komfort ebenso wie über die Lebensdauer der Innenverkleidung. Wird dieser Schritt ausgelassen, ist das Büro nicht nutzbar.
5. Elektroinstallation
Die Verkabelung für Beleuchtung, Steckdosen, Klimatisierung und Netzwerk wird vor der Innenverkleidung verlegt. Kabel nachträglich zu ergänzen, wenn die Verkleidung bereits geschlossen ist, ist teuer und unsauber. Einspeisung und Verteilerkasten werden passend zum Anschlusspunkt am Einsatzort geplant.
6. Innenverkleidung und Bodenbelag
Über der Dämmung werden Wand- und Deckenverkleidung montiert. Auf den Sperrholzboden des Containers kommt ein Bodenbelag, der zum Verwendungszweck passt. Beim Baustellenbüro wurden Innenverkleidung und Bodenbelag in dieser Phase fertiggestellt.

7. Lackierung, Lieferung und Aufstellung
Die Außenlackierung sorgt für das Erscheinungsbild und schützt vor Korrosion. Geliefert wird per Lkw und Kran. Ein ebener Untergrund am Aufstellort ist unerlässlich, damit Türen und Fenster über Jahre problemlos funktionieren.

Ausgeführte Arbeiten in diesem Projekt
- Stahlrahmen
- Dämmung
- Verkabelung
- Innenverkleidung
- Bodenbelag
Projektdetails und Fotos finden Sie auf unserer Projektseite. Für Ihr eigenes Büroprojekt informieren Sie sich über unseren Containerumbau oder erzählen Sie uns von Ihrem Projekt. Angebotsanfragen beantworten wir innerhalb von 12 Stunden.