Je größer Ihre Containerflotte wird, desto schwieriger wird es, das Prüfdatum jeder einzelnen Box im Blick zu behalten. Das CSC-Übereinkommen lässt für dieses Problem einen zweiten Weg zu: ACEP, das genehmigte laufende Prüfprogramm (Approved Continuous Examination Programme).
Der Unterschied zwischen PES und ACEP
Nach dem CSC-Übereinkommen muss jeder Container auf einem von zwei Wegen geprüft werden:
- PES (periodisches Prüfprogramm): Kalenderbasiert. Die erste Prüfung erfolgt spätestens 5 Jahre nach der Herstellung, jede weitere spätestens alle 30 Monate. Das Datum wird auf der Plakette vermerkt.
- ACEP: Ereignisbasiert. Der Container wird regelmäßig bei Gelegenheiten wie Übergaben zu Mietbeginn und Mietende (On-Hire/Off-Hire), größeren Reparaturen und Überholungen geprüft. Auch dabei darf der Abstand zwischen zwei Prüfungen eines Containers 30 Monate nicht überschreiten.
Ein Container, der unter ein ACEP fällt, trägt auf seiner Plakette statt eines Datums den Schriftzug „ACEP“, das Kennzeichen des genehmigenden Landes und die Programmnummer.
Wie wird ein Programm genehmigt?
Ein ACEP wird vom Eigentümer der Container aufgestellt und von der zuständigen Verwaltung seines eigenen Landes genehmigt. Das Programm legt mindestens Folgendes fest:
- in welchen Situationen und wie häufig geprüft wird,
- die Prüfkriterien und wer die Prüfungen durchführt (fachkundiges Personal),
- wie Aufzeichnungen geführt werden: Das letzte Prüfdatum jedes Containers muss nachvollziehbar sein.
Genehmigte Programme sind in der öffentlich zugänglichen Datenbank der IMO (GISIS) aufgeführt. So können Häfen und Kontrolleure prüfen, ob die ACEP-Nummer auf der Plakette tatsächlich zu einem genehmigten Programm gehört.
Wer profitiert davon?
- Leasinggesellschaften und große Flotten: Wird der Container ohnehin bei jeder Rückgabe aus einer Vermietung geprüft, müssen keine separaten kalenderbasierten Prüfungen geplant werden.
- Linienreedereien: Container stehen nicht wegen eines Prüftermins ungenutzt herum.
- Für Eigentümer mit nur wenigen Containern ist das PES meist praktischer. Ein Programm aufzustellen und Aufzeichnungen zu führen, ist mit Verwaltungsaufwand verbunden.
Was wird bei einer ACEP-Prüfung kontrolliert?
Der Umfang ist derselbe wie bei einer PES-Prüfung: die strukturelle Integrität des Containers. Eckpfosten, Eckbeschläge, untere und obere Längsträger, Bodenquerträger, Türen und Verriegelungen werden anhand der Sicherheitskriterien des CSC beurteilt. Wird ein Mangel festgestellt, wird der Container bis zur Reparatur aus dem Transport genommen.
ACEP-Prüfung bei Uskont
Uskont prüft Container, die unter ein ACEP fallen, und stellt Prüfbescheinigungen aus. Eine anonymisierte Muster-Prüfbescheinigung nach ACEP finden Sie auf unserer Inspektionsseite. Wie man eine CSC-Plakette liest, erfahren Sie in unserem CSC-Ratgeber.